Ein ganz normaler Tag im Schnee

Was gibt’s sonst noch so zu sagen zu meinem Leben in Neuseeland. Naja als erstes wär da mal die Tatsache dass ichs anscheinend gelebt hab und immer irgendwas los war was mich und meinen Kopf beschäftigt hat. Ich glaub von der bisherigen Reisezeit ist es die Zeit in der Benmore station wo ich mich mitunter am wohlsten fühle. Es sind die Menschen und die bestimmten Momente und Eigenheiten die man mit diesen Menschen teilt, die diese Zeit hier so besonders machen. Mir kommts irgendwie so vor als wenns nicht viel zu erzählen gibt und ich doch am liebsten alles erklären würde, damit ich diesen Winter nie vergesse. Ich will eigentlich auch garnicht viel schreiben, denn wenn ich so drüber nachdenke ist es im Grunde nichts anderes als wie wenn ich zu Hause in Deutschland gewesen wäre. Man hängt mit Freunden ab, organisiert Partys ab und zu findet man sich mit ner Meute beim Paintball spielen oder im Klettergarten wieder. Montags ist ja immer Pubnight und für mich und Gerry ist es nicht nur Pubnight sondern auch Spanight. Keine Ahnung mehr wann genau das angefangen hat, aber es war eines Montag Abends als wir beide ziemlich gut dabei waren und uns noch für einen Dubi zur Hotbox in unser kleines Bad gesetzt haben. Und damit die Hotbox auch authentisch wird, ist das erste das Gerry macht das heiße Wasser in der Dusche auf zu drehen. Es dauert keine 2 Minuten und der ganze Raum ist in einem ziemlich dichten gemisch aus Rauch und Dampf gehüllt. Von da an sollte der ganze Spaß seinen Anfang haben, was mit einer Tüte unter Freunden beginnt artet keine halbe Stunde später zu einer Erholungskur aus. Wir hocken nur noch in Boxershorts und mit einem kalten Waschlappen über den Nacken in unserem ganz persönlichen Dampfbad und lassen es uns zu guter Musik gut gehen. Bei so einer Erholungskur darf natürlich ein gesalzenes Peeling nicht fehlen und als wir es in einem geschickten Manöver geschafft haben die verklemmte Schiebetür so schnell auf und zu zu machen, dass der Dampf noch in dem kleinen Kabuff bleibt, nehme ich als ich mit der zweiten Lunte zurück komme unseren Himalaya Salzstreuer mit um dem ganzen dass gewisse Etwas zu verleihen. Was anfangs nach einer blöden Idee ausgesehen hat, wird zu einem wöchentlichen Ritual. ☺Aber jetzt mal ganz im ernst. Die eigentliche Arbeit auf dem Skiresort war für mich nicht wirklich das was ich mir darunter vorgestellt hatte. Gleiches galt für Nick und so kam es, dass selbst wenn wir nicht wirklich viel Smalltalk miteinander hatten, er es war der meine engste Vertrauensperson im Kampf gegen den alltäglichen Wahnsinn war. Es waren die 5 Minuten Gespräche mit ihm, die freundschaftlichen Umarmungen,in denen wir uns gegenseitig Gefühl von Verständnis und gleichzeitig einen Energieschub um den Tag zu überstehen gaben. Es wurde sich generell ziemlich viel Umarmt, vielleicht ist das auch ein Grund dafür warum es mir irgendwie so super ging. Es soll ja gut sein wenn man viel Körperkontakt mit anderen Menschen hat. Eine Theorie die ich durch meine eigenen Erlebnisse nur bestätigen kann. Es gab so viele individuelle Freundschaften mit fast jedem der Leute die ich spätestens alle zwei Tage wieder sehen sollte hatte ich auf irgendeine Art eine besondere Verbindung, einen running Gag, ein Ritual, etwas das einen Außenstehenden die Hand vor die Stirn schlägt. Von Jess gab es immer die herzlichsten Umarmungen, mit ihr war es das gleiche wie mit Nick, von Anfang an hatten wir irgendwie eine spezielle Verbindung, dieses spezielle Gefühl das einfach mehr sagt als man je in Worte fassen könnte. Lustig war, dass wir alle drei dieses spezielle Gespür dafür hatten dass wir als „Bewohner dieser Erde“ miteinander verbunden sind. Was auch immer schön war wenn man Peter zufällig über den Weg gelaufen ist, Peter ist der Typ Mensch den ich ganz gerne mit dem Goofysyndrom beschreiben würde. Der liebste Kerl den man sich vorstellen kann, immer gut gelaunt hat, lang gewachsen, immer genug Zeit für einen kurzen Plausch und irgendwie hat er einfach einen zu großen Körper mit dem er nur tollpatschig umgehen kann. Er ist derjenige der dich zum Lachen bringt und dir gute Laune macht wenns dir mal schlecht ist, sei es absichtlich oder unabsichtlich. Ihm passiert alles was einem passieren kann. Und trotzdem nimmt ers gelassen und liebt sein leben. So ist er immer noch bestens drauf und nimmts mit Humor wenn er am Abend vor lauter Suff wie ein Wahlross durch die Flügeltür im Wohnzimmer fällt, um dann beim Aufsteh’n mit dem Kopf die Glasscheibe der Eingangstür einzuschlagen nur um am nächsten Morgen sein Handy aus dem Sessellift zu schmeißen und später am diesen Tag noch seine Handschuhe zu verlieren. Er tat mir ja schon leid als ich ihn in seiner Mittagspause durch den Schnee stampfend nach seinem Handy suchen sah. Aber als er dann zwei Stunden später wieder oben am Schlepplift stand, so ganz ohne Handschuhe und jedem der vorbei kam mit breitem Grinsen eine gute Fahrt wünschte war es kein Mitleid das mich überkam. Es war bewundernswert ihn zu sehen, der Kämpfer der er war und immer noch ist, einfach froh das zu machen was er gerne macht und sich keine Sorgen machend was aus seinem Handy oder seinen Handschuhen wird. Fucking Legend dieser Kerl.Einen Abend haben wir Cards against Humanity gespielt und irgendwie ergab es sich dass DIE Alex meine Vertrauensperson und zuverlässige Quelle dafür war, mein Schimpf- und Fluchwörter Lexikon, sowie das für anzönige Bemerkungen zu füllen. Marionna hat mir ähnliches auf Spanisch beigebracht und Mag le Don war meine Vertrauensperson im alltäglichen Wahnsinn den die Cafeteria mit sich brachte. Mit der irischen Megan habe ich mich regelmäßig über den neuesten Klatsch aus dem Resortleben unterhalten und die deutsche Megan war immer gut für einen blöden Spruch zu haben den nur wir zwei verstehen würden. Ach das Leben war dann doch irgendwie herrlich. Oder wenn wir Abends noch in einer gemütlichen Rund im Wohnzimmer zusammen sitzten und es dann nur eine Frage des Überredenswillens ist bis schließlich einer von uns beiden, Lena und mir, es schafft den anderen zu einer Handmassage für eine Handmassage zu überzeugen. Ach es gibt einfach zu viele Leute über die ich hier berichten könnte. Habe ich irgendwann erwähnt dass es in unserem Cafeteria Team von 6 Leuten 3 Megans gab? War anfangs ganz schön verwirrend :D Alles in allem würde ich sagen, dass die Arbeit und die Vorgesetzten beschissen waren, aber das Umfeld und die Leute mit denen ich zusammen gearbeitet habe, machten daraus eine absolute hammer Zeit. Irgendwie kam es, dass ich einmal mehr mein Problem mit Autoritätspersonen die keine Ahnung von der eigentlichen Materie haben entdeckte. Eine kurze Geschichte die ich am Rande erzählen möchte. Nach den ersten drei Wochen hat mich Uli (der Manager des Skiresorts) so ganz beiläufig in sein Büro gerufen und wollte mir ein paar Sachen Erklären die ich angeblich falsch machen würde. Selber keine Ahnung von der Gastro und am allerbesten ist dass er mir noch ins Gesicht gesagt hat dass sich meine Chefin nicht mit mir Unterhalten will. Naja wie dem auch sei nachdem ich alle anderen in meinem Team gefragt habe ob sie mir irgendwas zu sagen hätten war das meiste das ich gehört habe einfach nur ein Danke dafür dass ich so ganz nebenbei den Job übernommen habe alle einzuarbeiten. Man muss dazu sagen dass neben mir genau eine andere der Megans schon in der Gastro gearbeitet hatte. Ich glaube meistens ist es mit Erinnerungen und eigentlich im ganzen Leben das gleiche. Es kommt nicht darauf an was wir erleben oder was wir machen, sondern darauf wie wir uns das ganze in Erinnerung behalten wollen. Ich für mich versuche von allem das Beste mit zu nehmen, einfach weil das Leben mehr spaß macht wenn man sich nicht mit Problemen sondern mit schönen Zeiten beschäftigt.

29.3.18 08:00, kommentieren

Party at the Benmores

Nachdem wir mittlerweile über einen Monat bestens dabei sind das Skiresort am laufen zu halten und uns selbst überarbeiten ohne dafür wirklich Anerkennung zu bekommen und aufgrund der bevorstehenden Geburtstage zweier Crewmitglieder für den kommenden Sonntag ist es höchste Zeit mal eine Party zu schmeißen. ☺ Da beide keine passende Location für eine solche haben, kommts wies kommen muss und ohne unser wissen wird die Benmore Station zur Partyarea erklärt! Wir selbst bekommen erst zwei Tage vor der Party davon mit aber wir wären ja nicht die Benmore Family wenn wir nicht auf alles vorbereitet wären. Am Samstag nach der Arbeit als wir um 18:00 mit dem Bus nach Hause komme sind Gerry, Lena und Max bereits dabei die Bude raus zu saugen und gästefreundlich zu gestalten. Bier und Wein ist noch genug da und auch die Snackschublade ist voll mit Chips, Tachos, Cracker und Dips. Nach einem Duschmarathon sind wir alle bereit unsere Gäste zu empfangen. Nick und ich bereiten genug Snacks vor um die wilde Meute von 30 Leuten nach Snack Island zu entführen. Wir haben sogar noch genug Zeit um mit einer Fertigbackmischung den Geburtstagskuchen vorzubereiten bevor die Geburtstagskinder ankommen. Und dann kann die Party losgehn. Wobei Party ein Wort ist dass vielleicht zu viel verspricht, ein angenehmes zusammensitzen bei Bier, Wein und guter Musik mit guten Freunden ist wahrscheinlich die treffendere Bezeichnung. Um kurz vor Mitternacht habe ich ein kurzes Gespräch mit Nick. In den letzten Tagen hatten wir beide das gleiche Gefühl was Arbeit und Leben betrifft. Es fühlt sich so an als wäre die Benmore Station genau der richtige Platz um im Hier und Jetzt zu leben aber die Arbeit auf dem Skiresort fühlt sich mehr an als ein Mittel zum Zweck als das wahre Leben. Da kam die Party sozusagen genau zum richtigen Zeitpunkt um die Zweifel ob wir mit der Arbeit hier die richtige Entscheidung getroffen haben in den Wind zu schießen. Jetzt wo wir beide mal etwas mehr Zeit hatten unsere Kollegen besser und überhaupt mal kennen zu lernen freuen wir uns auch wieder darauf in die Arbeit zu gehen und mit alle diese genialen Chaoten Tag für Tag die Skisaison zu einer guten Erfahrung im Leben zu machen. Pünktlich um Mitternacht servieren wir den Geburtstagskindern unter dem Happy Birthdaygesang der Partycrew unseren mit liebe gebackenen Schokokuchen. Als sich die Leute dann langsam auf den Heimweg machen ist es schön jeden einzelnen von ihnen die Dankbarkeit und Freude in den Augen abzulesen als sie sich verabschieden. Wie das bei Hauspartys auf dem Land nun mal so ist haben nicht alle eine Heimfahrgelegenheit und so kommts, dass aus unserem mit 8 Mann schon zu viel besetzten Haus eine Baracke mit zirka 14 Leuten wird, wir bleiben noch bis um 3 Uhr in einer gemütlichen Runde sitzen und lassen den Abend flüssig wie er begonnen hat ausklingen. Viel Platz haben wir nicht und wenn man davon ausgeht dass es ab und zu mit 8 Leuten schon knapp wird können wir wirklich stolz auf uns sein dass wir 30 Leute so in der Hütte untergebracht haben dass alles ohne weitere Ausfälle geklappt hat. Da wir uns gerade mitten im hektischsten Wochenende der ganzen Saison befinden geht der Bus am Morgen nach der Party schon um 7 und nicht wie sonst um 7:30. Es ist also ziemlich hektisch am nächsten Morgen Max und Mark sind wie immer pünktlichst aus dem Haus um sicher in die Arbeit zu kommen, wir andern nehmen das Taxi Sam. Sam eines der Geburtstagskinder hat sich gestern vorm schlafen gehen noch bedankt dass das wahrscheinlich einer seiner besten Geburtstage überhaupt war, glücklicherweise hat er auch heute frei aber als kleines Dankeschön steht er mit uns auf um uns den Kilometer bis an die Straße zu fahren. Die Frontscheiben des kleinen VW Polos sind mit Frost überzogen, aber da wir eh schon viel zu spät dran sind bleibt uns keine Zeit zum kratzen, also gehts in Ace Ventura Manier mit dem Kopf durchs offene Fenster in durch die kalte Morgenstunde. Mit 6 Leuten im Auto bleibt uns wenig Platz und Gerry der als letztes aus dem Haus kommt muss leider die Arschkarte ziehen und zu fuß los gehen, mit etwas geknicktem Kopf steht er da, als Sam ihm während des Kavalierstarts noch zuschreit „Start walking, I’ll be back buddy!“ Im Bus kann man den Leuten die letzte Nacht deutlich ansehen. Zum Glück ist Fiona unsere crazy irish cunt eine gute Mum und hat vorgesorgt, in einer Wasserflasche zieht sie eine etwas bräunliche Flüssigkeit heraus, die sich schnell als Whisky entpuppt um uns alle wach zu rütteln. Als wir dann oben ankommen wird erst mal die Kaffeemaschine angemacht und dann gibt’s erst mal 3 starke Whiskycchino um den Tag gut über die Runde zu bringen. I love my life ☺

13.3.18 05:48, kommentieren

Benmore Family

Das Leben in der Benmore Station ist einfach nur eine absolut geile Zeit. Seit wir uns nach dem Staff training das erste mal zusammen in unsere neue Unterkunft für die nächsten Monate gewagt haben, hat sich eine richtige kleine Familie gebildet. Es hat sich zumindest über die ersten eineinhalb Monate eingebürgert, dass wir Abends bevor wir ins Bett gehn noch eine Runde Werwolf spielen. Wenns halt nicht gerade Montag ist :D Das Kochen übernimmt derjenige, der seinen freien Tag hat und da es wegen der kleinen Küche garnicht anders gehen würde, wird auch immer schön für alle gekocht. Mark unser Granny ist vegetarier, darum gibts moistens immer Zwei Gerichte. Als Nachspeise gibts oft mal nen guten Smoothie von unserem Californischen Hippie oder wenns mal etwas schneller gehten muss einfach nur Eis mit ein paar cookies. Verglichen mit den anderen WG’s haben wir hier draußen auf dem Land ein richtiges Lotterleben. Und auch wenn wir nur eine Dusche und eine Toilette haben, schaffen wir es doch ohne schlimmere Zwischenfälle dass jeder seiner Hygiene nachkommen kann. Ich glaube der Schlüssel zum Erflolg ist, dass wir es ziemlich schnell geschafft haben als Team und Familie zurecht zu kommen. Als wir letztens wieder mal Besuch unserem Kumpel Quinn hatten, hat er uns auf unser kleines Familienleben hingewiesen und die verschiedenen Charaktere ziemlich gut beschrieben. Da hätten wir zuerst mal Nick, der ziemlich schnell nachdem wir eingezogen sind die Rolle der Mutti übernommen hat. Regelmäsig entführt er uns mit seinem fried rice und Chowmien auf eine kulinarische Reise nach Asien. Im Anschluss kanns dann gern auch mal für nen tropfen edlen Roten nach Italien oder Südamerika gehen, gut begleitet dazu geht’s auf eine versteckte Insel die sich Snack Island nennt. Mit Crackers, Doritos oder auch mal gern für eine kalte Runde Dessert mit Hokey Pokey Eiscreme und Cookies sorgt er als gute Seele des Hauses dafür dass es allen gut geht. Max unser gebürtiger Engländer ist wohl der deutscheste Dad den man haben kann. Ungefähr 2 Meter groß mit einem dichten, aber wohlgepflegten Vollbart reist seit geraumer Zeit mit seinem Spätzlehobel durch Australien und Neuseeland um die bayrische Kulinarität in alle Münder zu bringen. Er reist außerdem mit einer Waage um seine Nudeln abzuwiegen, hat noch nie etwas illegales gemacht und ist im generellen ziemlich direkt und eher versteift. Ganz selten sieht man ihn mal mit einem Cider. Er ist immer der richtige Ansprechpartner wenns um Fragen zum allgemeinwissen oder technischen Sachen geht. A richtiger Ingeneur nach Augenmaß oder Gefühl gibts bei ihm ned wirklich, alles is geplant, beim Autofahrn as Navi an der Scheibe und beim Kochen die Waage nebern Herd. Ein Dad der gern alles im Griff hat. Wenns nach Quinn geht, dann is Mark unser Grandpa in der story. Wenn ich des ganze beurteilen sollt würd ich sagen dass Mark einer der Engländer is wie man sie aus Filmen wie Hooligans kennt. Immer gut zu haben wenns um a Bierchen geht, zu jeder Zeit a bissl schwarzen Humor auf Lager und die Kurzstreckenfahrten die Einfahrt bis zu unserm Haus wenn wir nach unserm wöchentlichen Pubbesuch an der Straße rausgelassen werden sind immer der Beste Teil am Abend. Da kanns dann schon mal passiern dass er uns mit seinem Hijac begleitet von Hardrock auf a kleine Flugreise über die Holzbrücke mitnimmt. Ein richtiger Downhillbiker der seine tägliche Dosis Adrenalin braucht! Er lebt sein Leben seit geraumer Zeit als Vegetarier und liebt Hunde über alles. Lustig ist es jeden Morgen oder ab und zu auch mal unterm Tag wenn man ihn dabei beobachten kann wie er einfach nur in die Leere starrt. Mit diesem Blick den man eigentlich nur von seinem Opa kennt wenn er an längst vergangene Zeiten denkt.Flow is der Onkel der nur mal kurz zu Besuch vorbei geschaut hat und jetz nimmer abhaut. A bissl wie Alan von mein coole Onkel Charlie aber eben doch ganz anders. Wenns um ihn selber geht versteht er wenig Spaß, aber wenn man ihn mal besser kennen lernt, dann ist er ein Kumpel auf den man sich Verlassen kann. Er muss also der Bruder von Max sein. Flo war das letzte Jahr über in Australien und als gebürtiger Hamburger schon immer hingezogen zum Wasser hat er sich da für geraume Zeit bei einer Segelcrew angemeldet und hat die Buchten entlang der Ostküste abgesegelt. Ein Mann der gerne mal zu grünen Mitteln greift um sich das Leben schöner zu gestalten, was ihn wiederum etwas faul und chaotisch macht wenn es ums Kochen, aufräumen oder sonstige Hausarbeit geht, aber sobald man ihm mal einen kleinen tritt in den Arsch gibt ist er bei allem dabei und fügt sich gut in die Familie. Lena, Gershon und Hans sind die ehelichen Kinder von Nick und Max. Hans ist der älteste unter ihnen und hat den Musikalischen touch von dem keiner so genau weiß woher er kommt. Sobald wir nach einem langen Arbeitstag durch die Haustüre kommen dauert es keine 10 Minuten bis er entweder seine Gitarre oder seine Ukulele in der Hand hat und uns allen ein Ständchen über den Tag klimpert. Mit vollem Namen heißt er Johannes Jogenbauer und er ist lustiger weise der einzige Kiwi in unserer Runde. Er ist das Kind das nie genug Aufmerksamkeit bekam und wenig Anschluss fand, was das mit der musikalischen Begabung erklären würde. Außerdem hat er noch einen kleinen Fabel für alles was mit Comics zu tun hat. Ein lustiger Charakter in sich selbst. Gershon ist das Sandwich Kind. Er versteht sich einfach gut mit jedem und hat diese Art an sich die man einfach mögen muss, auch wenn er ab und zu mal zu gerne im Mittelpunkt stehen würde und ein eher lautes Organ hat, so kann man ihm doch nie etwas persönlich oder übel nehmen. Er muss zwar nicht immer bei allem dabei sein, rutscht aber dennnoch in alles rein. Irgendwann im laufe der Saison hat er den Spitznamen G-Money bekommen, wobei keiner so wirklich weiß wo das her kommt, denn Geld ist das letzte das er hat. Dafür hat er ein großes Herz, immer eine gute Geschichte im Petto, nimmt kein Blatt vor den Mund und ist sowieso für alles zu haben, egal worums geht. Er ist ein Lebemensch, der seinen jugendlichen Leichtsinn noch nicht verloren hat. ☺Und dann wäre da noch Lena unsere Jüngste im Bunde. Lena und Gerry sind einzeln schon überragend, aber im Team sind sie einfach unschlagbar. Lena ist die Art Mensch die mit leuchtenden Augen durch die Welt geht und dinge sieht, die von anderen übersehen werden. Sie schafft es selbst in das traurigste Gesicht ein Lächeln zu zaubern. Sie hat die Ideen, die die Family beschäftigt halten und ist für sich selbst einer der offensten und interessantesten Menschen die ich auf meiner Reise treffen durfte. Sie ist genau der Mensch den eine Familie braucht um auch in taffen Zeiten das Lachen und die Freude nicht zu verlieren. Ja und dann wäre da ja nur noch einer übrig. Quinn beschrieb mich als das uneheliche Kind von Nick. Lange bevor er Max überhaupt kennen gelernt hat, hatte Nick eine dreckige kleine Affäre aus der ich Entstand. Nicht wirklich als Kind einzuordnen, mehr der Onkel der einfach von jedem gemocht wird, zu dem alle gerne mal auf einen Ratsch vorbeikommen und derjenige der mit Ideen kommt die einem in Schwierigen Situationen helfen. Ich bin nicht gut darin über mich selbst zu schreiben, drum glaub ich lass ichs hier einfach mal und ich glaube die Leute die diesen Blog lesen wissen genau was Quinn meint. Im großen und ganzen sind wir alle ziemlich Froh dass wir uns gefunden haben und dass genau die richtigen 8 Charaktere zusammen gekommen sind um die Benmore Station zu der Location zu machen die von allen im Skiresort gerne besucht wird! ☺

13.3.18 05:47, kommentieren

Eigentlich nicht anders als daheim, aber eben doch ned daheim :)

Ich weis auch nicht genau was es ist oder war, aber die Zeit die ich damit verbracht hab an meinem Auto rum zu schrauben und eigentlich mal wieder was so wirklich für mich zu machen war genau das was ich gebraucht hab um ausgeruht und entspannt in die stressige Skiseason zu starten. Als ich die e-Mail von Uli gelesen habe, die uns viel Schnee für die nächsten Tage verspricht, also genau was wir im Moment brauchen um endlich ein paar Leute auf die Pisten zu jagen, nahm ich mir noch einen langen Tag Zeit um mich von allen Leuten im Hostel zu verabschieden. Es ist irgendwie schön gerade hier zu und an die Vagabound Crew zu denken. An all diese wundervollen Menschen und ihre Geschichten ☺ Die Abende an denen wir mit 15 Leuten beim Abendessen gesessen sind oder gefühlt genau so viele Leute auf eine heiße Runde UNO am tisch gesessen sind und sich die seele aus dem Leib gelacht haben. Als Frän ihren kleinen Autounfall hatte und wir das Auto mit Kabelbindern wieder geflickt haben. Die Volleyball matches, die kleinen Dantlerein wenn wir beim rauchen draußen gestanden sind, die Deeptalks mit Frän und Sam, die allwochenendliche Hot Box in Rafis Auto, die Spontanausflüge zum Fischen, zu den Hotpools oder zum Painball, die legändere Kartlnacht in der ich von 50 Spielen vielleicht 2 gewonnen habe :D oder den Abend an dem 10 Leute wild klatschend im Wohnzimmer rumgehüpft sind und passend dazu über eine halbe Stunde lang How-to-Schuablattl Videos auf dem Fernseher gelaufen sind. Es war einfach eine schöne Zeit hier, alles war so Familiär und jeder war wer er ist. Fast wie in einer Commune auf Zeit. Am Abend fährt mich Marie dann mit meinem Auto nach Hause zur Benmore Station. Nachdem ich ihr den Autoschlüssel in die Hand drücke gibt’s noch einen Abschiedskuss und dann fährt sie dahin mit meiner frisch renovierten Lucy und beginnt ihre ganz eigene Abenteuerreise. Was ich in diesem Moment noch nicht weis dass ich selbst gerade vor einer Abenteuerreise begleitet von vielen wunderbaren Menschen stehe. Und hier ist das jetzt so ne Sache. In den 3 kurzen ganz langen Monaten die wir damit verbracht haben das Skiresort tagtäglich am laufen zu halten und unsere Gäste mit einem lächeln nach Hause zu schicken ist irgendwie so viel passiert und doch auch nichts was anders gewesen wäre als zu Hause. Es sind nicht die Orte oder was man sieht was das Leben besonders macht, sondern das was man erlebt und die Momente die man mit Freunden teilt. Ich glaube es könnte vielleicht daran liegen dass es von vorneherein alles nur ein „Vertrag auf Zeit“ ist. Jeder von uns weis dass wir nur diesen einen Winter zusammen haben und genau darum hat jeder den selben Gedanken daraus den besten Winter zu machen, alles mitzunehmen was geht und einfach mit einem Lächeln im Gesicht durch den Tag zu laufen. Auch wenn die Arbeit und das auskommen mit den Chefleuten nicht immer so einfach war, so war doch die ganze Athmosphäre den ganzen Winter über einfach unbeschreiblich. Es war alles in allem doch immer ein bisschen geregelter Ablauf. Montags war Pubnight, da gabs billiges Bier und man konnte damit rechnen mindestens 40 andere Leute der Crew dort zu treffen. Ab und zu lies sich der Boss dann doch nicht lumpen und spendierte jedem der rechtzeitig da war einen Jug (ungefähr eine 1L Karaffe). Was man den Neuseeländern lassen muss, ist dass die meisten Pubs die man im Ländlichen Gebiet findet einen kostenlosen Taxiservice für die Gäste bietet. Ich weiß nicht ob man jetzt beunruhigt sein soll, aber es war irgendwie besonders als wir eines Montag Abends mal eine halbe Stunde später als sonst angerufen haben und Pedro, der Chef vom Pub meinte dass er sich schon gefragt hat ob uns etwas passiert ist weil sie auf unseren Anruf gewartet haben. Es sind eigentlich kleine Geschichten wie diese, die eigentlich nicht wirklich erwähnenswert sind die den Winter in Neusseland für mich so besonders machen. Aber ein paar Geschichten will ich euch dann doch nicht enthalten....

13.3.18 05:47, kommentieren

Der Schnee kann warten, jetzt kommt erst mal die Lucy dran :)

Die nächsten zwei Wochen vergehen ohne Arbeit. Weils irgendwie an Schnee fehlt, macht’s einfach keinen Sinn da oben aufzumachen. ☺ Wir nutzen die Tage um das Leben in der WG zu organisieren. Ich glaube dass es vor allem eben Nicks spendabler erster Großeinkauf war der um ein gutes Stück dazu beigetragen hat, dass wir alle gemeinsam einkaufen. Da gibt’s am wenigsten Schwierigkeiten mit dem Essen und machts allgemein leichter. Da die Küche eher klein ist und wir uns eh schon wie eine Familie fühlen wird wenn jemand etwas kocht gleich für alle gekocht. Und obwohl wir nur ein Klo und eine Dusche haben ergibt es sich irgendwie von allein dass alles ohne Probleme läuft. S’leben kann so schee sei ☺. Eigentlich war ich in der Anfangszeit noch relativ wenig zu Hause. Ich weiß noch dass ich eigentlich nur zum Kaffeetrinken vorbei kommen wollte und am nächsten Morgen im Wohnzimmer der Mitarbeiterwohnung aufgewacht bin. In den nächsten zwei Wochen bin ich zum Großteil noch in Christchurch mit meiner Hostelfamilie. Richard hat ein paar Projekte ums Haus bei denen er ein bisschen Hilfe brauchen kann. Nichts großes aber im Austausch für die Hilfe kann ich mich gerne am Werkzeug und Holz bedienen das rumliegt. Ich helfe ihn bei seinem Projekt und er hilft mir mit meinem. Nach nicht einmal einer Woche habe ich den Kompletten Van umgebaut, die Sitze raus gerissen und stattdessen Bänke mit Stauraum darunter eingebaut, das Bett hab ich durch eine Couch ersetzt, die der Bank gegenüber steht und zwischen den beiden kann man einen Tisch aufklappen um gemütlich zu Essen wenns draußen mal regnet. Und wenn man müde wird klappt man den Tisch einfach zusammen und hat das perfekte Bett. Alles unterm Bett ist auch nochmal Stauraum für Rucksack essen und alles was man so braucht. Der Kofferraum ist mit einer Hochgestellten Holzplatte vom „Wohnbereich“ abgetrennt und bietet genug Platz für eine Küche. Mit einem kleinen Gewürzregal, kleiner Arbeitsfläche und wenn ich wirklich wollen würde könnte ich mir noch eine kleine Spühle einbauen. Ich hab irgendwie viel Zeit damit verbracht andere Backpacker Autos zu bewundern und Ideen zu Sammeln. Und als ich dann am Ende vor meinem „neuen“ Auto stehe komme ich mir vor wie bei Pimp my Ride. Die große Matratze wurde raus geschmissen und durch kleine ersetzt, die kleinen wiederrum wurden zugeschnitten und zum glück war Claire begeisterte Schneiderin...innerhalb von einer halben Stunde hat sie mir schöne Überzüge genäht. Das meiste Holz kam aus der alten Konstruktion und für alles mehr kannte Richard noch einen guten Platz wo eine Möbelfabrik Abschnitte verschenkt. Die Winkel haben mir Richard und Sam french geshoppt. Paul hatte noch ein paar Kissen über die besser passten und da ich die Schrauben von der Baustelle hatte hat mich der ganze umbau am Schluss genau 0 $ gekostet! Ich für meine Seite bin zufrieden. ☺In der Zwischenzeit ist Maries Dad aus Frankreich zu besuch gekommen, die beiden wollen die nächsten paar Wochen ein bisschen Backpacken und die Landschaft Neuseelands erkunden. Für eine knappe Woche hat sich Marie nach nem Auto umgeschaut bis sie dann doch auf meinen Vorschlag einfach meins zu nehmen weil ichs übern Winter eh nicht brauche, eingegangen ist. Irgendwie schon lustig dass ich mein Auto umbaue und dann nicht mal der erste bin der es im vollen Einsatz erleben kann. Aber ich bin froh dass ich den beiden helfen kann und weiß meine Lucy in guten Händen zu haben. Kurz nachdem das alles rund ums Auto abgeklärt ist und das Hostel immer ein bisschen leerer wird, erhalte auch ich die ersehnte e-Mail dass die Skisaison dieses Jahr in zwei Tagen starten wird.

13.3.18 05:37, kommentieren