Wie oben so auch unten...oder wia war des?

17.04.- 30.04Nach einer windigen zweieinhalb stündigen Überfahrt kommen wir ausgeruht aber immer noch müde in Napier im norden der Südinsel an und machen uns erst mal auf die Suche nach einem gemütlichen Café zum Frühstücken. Nachdem wir uns um unser leibliches Wohl gekümmert haben sind wir dann auch bereit uns wieder auf den Weg zu machen. Ich habe von ein paar anderen Backpackern gehört dass es in Blenheim, nicht weit von hier immer Arbeit auf den Weinfeldern gibt. Also ist es nur fair da mal mein Glück zu probieren, ich könnte mir eine Bleibe suchen und meine Schwester kann derweil ein bisschen allein weiter reisen und die Natur auf eigene Faust erkunden. Bei den ersten beiden Weinbauern bei denen ich nach einem Job frage bekomme ich eine Absage. Von einer anderen Quelle erfahre ich dann dass es erst in etwa 3 Wochen wieder richtig los geht und Leute gebraucht werden. Also heists wohl erst mal weiterreisen. Warum nicht die Zeit genießen die wir noch zusammen haben und später wieder zurück kommen wenn das mit der Jobsuche wieder leichter wird. Ramona hat sich die letzten Tage gründlichst mit dem Lonely Planet für Neuseeland auseinander gesetzt und eine schöne Route geplant die uns für die Zeit bis zu ihrem Rückflug nach Deutschland auf der Strecke hält. Über den Norden der Südinsel, vorbei am Golden Bay geht unser Weg über die Westküste nach unten zu den Gletschern. Der Straßenbau hier ist etwas anders als wir ihn aus Deutschland kennen, da gibt’s nicht mal ne kleine Zwischenstraße die zwei Hauptstraßen miteinander verbindet, wenn man sich für einen Weg entscheidet, dann bleibt es für die nächsten paarhundert Kilometer auch genau der Weg! Es gibt zwei Möglichkeiten wie wir uns den Weg hinunter an der Westküste gestalten können, bei dem einen sind wir zwar etwas schneller und fahren durchs Landesinnere, die andere Strecke führt direkt an der Küste entlang, vorbei an den berühmten pancake rocks. Eigentlich nur um einen Blick auf diese wie Pfannenkuchen aufeinander gestapelten Felsplatten zu erhaschen entscheiden wir uns für den Küstenweg und wie sollte es auch anders kommen, wir fahren volle lotte an ihnen vorbei ohne auch nur das geringste von ihnen mit zu bekommen :D Naja...passiert. Neuseeland hat ja zum Glück noch mehr zu bieten als nur ein Naturspektakel und so genießen wir die nächsten Tage damit die Gletscher und Berge auf der Südinsel zu erkunden bevor unsere Reise wieder etwas Städtischer wird, nicht zuletzt um vielleicht auf die schnelle doch noch einen Job in einer Stadt in einem gemütlichen Kaffee oder Restaurant zu finden in dem ich für die nächsten Monate bleiben könnte. Weder in Wanaka noch in Queenstown kommen wir in dieser hinsicht auf unsere kosten, aber zumindest sind es zwei schöne Städte die es wert sind ein zwei Tage da zu bleiben und das Leben hier zu genießen, Queenstown ist ziemlich geschäftig, eine richtige Touristenstadt mit einem großen See an dem man sich mal den ein oder andern Kaffee gönnen kann. Wanaka hingegen ist sozusagen ein kleines etwas weniger hektisches Queenstown, genau wie die große Stadt auch an einem See gelegen ist es hier ruhiger und die Atmosphäre ist im allgemeinen etwas gechillter. Die Leute machen einen glücklicheren Eindruck und scheinen etwas gelassener zu sein.Wie dem auch sei. Wir verbringen viel Zeit damit uns unseren Weg durch das leben hier zu schlagen und schneller als wir schauen können ist es dann auch soweit dass wir am Ende des Monats angekommen sind. Bei einem letzten Bier, ziemlich genau dem ersten dass wir uns in einem Supermarkt gekauft haben sitzen wir auf einer Parkbank, genießen den Sonnenuntergang und machen das was wir die letzten Tage am besten gekonnt haben, wir lassen uns von Mark Uwe Kling die Story von ihm und seinem Känguru durch die kleinen Lautsprecher auf uns einprasseln. Auch wenn wir vielleicht nicht immer viel zu reden hatten, hatten wir eine unglaublich schöne Zeit miteinander und ich bin Froh dass mich meine kleine Schwester ein bisschen auf meinem Weg begleitet hat. Wie heists so schön, man muss auch mal gemeinsam schweigen können um zu wissen was man an einander hat. Unter diesem Motto machen wir uns auf dem Weg zum Flughafen, holen uns noch ein letztes Subway Sandwich und ein letztes gemeinsames Bier, dann ruhen wir uns noch ein bisschen in unserem gemütlichen Wohnzimmer aus und bald scheppert dann auch schon der Wecker der uns unsanft sagt dass es schön langsam Zeit wird sich von einander zu verabschieden. Nachdem ich meinS Schwesterherz um halb 4 Uhr Morgens am Flughafen Christchurch abgesetzt habe mache heißt es für mich nochmal 30 Minuten Autofahrt bis ich an einem freien Campingplatz etwas südlich von Christchurch ankomme und mein Nachtquartier zum ersten mal nach zwei Monaten wieder alleine aufschlage.

16.10.17 11:16

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