Rundtour auf der Nordinsel

10.04.-16.04.Es is ja jetz scho a Zeitl her seit dem letzten Eintrag und in da Zwischenzeit is a haufa passiert. Am besten werds wohl sei wenn ich erst moi da anfang wo da alte Eintrag aufhört...bei der Flucht aus Auckland. Wir ham uns also des Auto gekauft und uns dann logischerweise erst mal irgendwo an Parkplatz gesucht bevor wir drauf gekommen sind dass direkt neben unserm Hostel auch einer ist. Also Auto nochmal umparken und einfach den Parkzettel (die schaun eh alle gleich aus) drin lassen den wir eh schon gezahlt haben. An unserm letzten Abend gings dann noch mit Hannah und Alex mit denen wir uns ein Zimmer geteilt haben und die zufälligerweise auch ein Geschwisterpaar sind auf ein zwei Bier in die angesagteste Backpackerbar in ganz Auckland „Habanna Joe“. Was soll ich sagen, as Bier war zumindest billiger als sonst irgendwo, aber dafür hatt mans in dem schuppen nüchtern auch nicht ausgehalten. Die Musik vogelwild gemischt, von Elton John über Judas Priest zu Celine Dion (genau in der Reienfolge!) war alles dabei. Was ist verkehrt hier, sind die Neuseeländer wirklich so drauf aus es allen recht zumachen dass se noch nicht mal in der Lage sind eine Musikrichtung den ganzen Abend zu spielen? Naja für 3 Bierchen wars ne ganz nette Unterhaltung, aber dann gings auch wieder Richtung Heimat. Am nächsten Morgen war Ramona vor mir wach und ist gleich mal runter zum Parkplatz um n neues Ticket ins Auto zu legen, es war wsl so um 7:00 und wie solls auch anders sein war natürlich schon a schönes weißes Blatt Papier in unsere Scheibenwischer eingeklemmt. Darauf stand neben der Uhrzeit 5:30 MORGENS und der Nummer des netten Beamten der uns den Liebesbrief geschrieben hat auch eine Aufforderung den kleinen Unkostenbeitrag von 65,-$ an die Stadt zu zahlen. Aber da wir sowieso abhauen und das Auto gerade erst gekauft haben sparen wir uns die Kohle lieber und verlassen die Stadt so schnell wies geht. Wir sind schon eine ziemliche Weile unterwegs hatten Zeit uns die Landschaft anzuschauen und hier und da mal einen Kaffee zu genießen und fahren gerade an der Küstenstraße gen Norden, als plötzlich aus dem nichts diese Baustelle auftaucht. Wir hätten noch 20 Kilometer bis zu unserem eigentlichen Zielort und müssten jetzt eine gute Tour von 5 weitern Stunden Umweg nehmen...Wir entscheiden uns dann doch lieber dafür einen Alternativplan auszuarbeiten und eine komplett andere Strecke zu nehmen. Eigentlich plane ich mal wieder ziemlich wenig und überlasse die Routenplanung meiner Schwester. Ich bin immer noch ziemlich durch was as reisen und sightseeing angeht und während ich die letzten Tage damit verbracht hab mich nach nem Job umzusehn und die notwendigen bürokratischen Schritte einzuleiten um meine Führerscheine zu beantragen hatte Ramona viel Zeit sich durch den Neuseeland Reiseführer durchzuwälzen. Der grobe Plan schaut in etwa so aus dass wir uns noch eine Woche lang auf der Nordinsel umschaun und langsam aber sicher nach Wellington in den Süden fahren, von wo aus wir die Fähre auf die Südinsel nehmen. Was soll ich sagen, für meinen Teil laufen die nächsten Tage und Wochen meist ziemlich geregelt im selben Rhythmus ab, morgens erst mal nen Kaffee und dann wenn wir uns nicht gerade dazu entschieden haben etwas länger an einem Ort zu bleiben cruisen wir abwechselnd durch die weiten Landschaften Neuseelands. Auf der Nordinsel finden wir einen Campingplatz, der gleichzeitig einen Spa mit im Angebot hat. Hier ist es so schön dass wir uns für zwei Nächte einnisten. Ein Ort der Ruhe, nicht weit ab vom Schuss, aber doch weit genug draußen um die Natur in ihrer vollen Schönheit zu genießen. Riesige Farne und Palmen zieren den Beckenrand des mit heißem Thermalwasser gefüllten Pools. Abends wenn die Luft abkühlt setzt sich ein bequemer Dampf über das nasse Vergnügen und morgens Kräht der Hahn zum Sonnenaufgang. Meine Schwester hat genug power um sich einen der Wanderwege anzuschauen und die Umgebung etwas genauer zu erkunden während ich entweder mein Buch lese oder mir mit einem der Unzähligen Filme auf meiner neuen Festplatte den Verstand verneble. So n kleiner Durchhänger darf auch mal drin sein. ☺ Wir erreichen Wellington gerade rechtzeitig zum Osterwochenende und um den „Jahrhundersturm“ in der Hauptstadt zu erleben. Ich würds mal eher als mittelstarke Windböen bezeichnen was da durch die Straßen fegt, aber wer bin ich schon zu entscheiden ob es n Sturm war oder doch nur der Flügelschlag eines Schmetterlings in den Bergen von Himalaya. Eigentlich wollten wir die Fähre gleich am nächsten Tag nehmen, aber die war leider schon ausgebucht, also bleiben wir noch ein Weilchen und schauen uns für ein bisschen Geschichtskunde im Heimatmuseum um. Ein gutes hat es dann doch noch dass wir nicht gleich weiter fahren konnten, am Morgen an dem wir Wellington dann schlussendlich verlassen bin ich stolzer Besitzer einer neuseeländischen Kreditkarte und muss jetzt nur noch drauf warten, dass mir meine Steuernummer zugeschickt wird bevor ich wirklich as Arbeiten und Geldverdienen anfangen kann. Und obendrein haben wir auch noch rausgefunden, dass es an Feiertagen in Neuseeland ziemlich schwierig ist an Alkohol ran zu kommen. Im Supermarkt wird er garnicht verkauft und im Restaurant kann man nur dann was zum trinken bestellen wenn man mindestens ein Hauptgericht dazu bestellt. Verrücktes Land.

3.7.17 23:40

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