Helloooo Kiwi

01.04.-09.04. Wir erreichen Auckland am frühen Nachmittag, die Sonne strahlt und die Leute sind super drauf. Noch als wir in Nepal waren haben wir uns um ein Hostel für die ersten Tage in Auckland gekümmert, nach 34 Stunden Flughafenaktion wollten wir nicht noch mehr Zeit und Energie aufbringen um uns eine Unterkunft zu suchen, also haben wir uns gleich für 3 Nächte eingebucht um dann einen weitern Plan zu machen. Nachdem wir geduscht sind und uns noch kurz ausgeruht haben, geht’s erst mal zum Supermarkt. Irgendwie überfällt mich die Lust auf ein Fläschchen Wein, aber als wir dann an der Kasse stehen, verlangt die Dame allen ernstes meinen Ausweis, den ich natürlich nicht dabei habe. Also lassen wir die Flasche erst mal an der Kasse stehen und packen die Nudeln, Tomaten, Zwiebeln usw. in unsere Taschen und laufen die 3 Minuten zurück zum Hostel. Nachdem ich meinen Reisepass gefunden habe, laufe ich zurück zu dem Supermarkt, wo die Flasche noch an der Kasse steht. Als ich der netten Kassiererin meine Pass zeige, fragt sie nach dem von meiner Schwester, da es ja möglich sein könnte, dass ich den Wein auch für sie kaufe und das Gesetz hier so gemacht ist, dass alle Personen, die in einer Gruppe sind einen Altersnachweis erbringen müssen wenn sich eine Person Alkohol oder Zigaretten kauft und da ich vor 10 Minuten noch mit meiner Schwester hier war hat sie Grund zur Annahme, dass ich den Wein nicht für mich alleine kaufe. Nach einer 5 Minütigen Grundsatzdiskussion und einem kurzen Gespräch mit ihrem Vorgesetzten zieht sie die Flasche begleitet von dem „Piep“ über die Kasse, ich drücke ihr eine 10 Dollar Note in die Hand, nehme mein Wechselgeld entgegen und verlasse zufrieden das Kaufhaus. Wenn ich so drüber nachdenke ist es eigentlich keine schlechte Idee dass sie hier alles etwas strenger Kontrollieren, es dauert halt vielleicht mal etwas länger bis der nächste Kunde an die Kasse kann aber dafür hat jeder Verständnis, es ist ja schließlich für einen „guten Zweck“. Den Sonntag verbringen wir hauptsächlich damit uns auszuruhen und ein bisschen was von der Stadt zu erkunden. Als Großstadt ist Auckland wirklich schön und mit fast ¼ der Neuseeländischen Bevölkerung die hier und im Einzugsgebiet wohnt wahrscheinlich auch die modernste Stadt auf den Inseln. Zwischen den Hochhäusern, Glasfassaden und Baustellen hört man immer wieder mal einen Straßenmusiker auf seine Gitarre einschlagen und neben den Touristen verläuft sich die Hektik der Bürohengste und Fitnessfreaks in einer geordneten Art und Weise wie ich sie das letzte halbe Jahr nicht mehr gesehen habe. Schön wieder in der westlichen Welt angekommen zu sein. ☺ Da mein Führerscheindilemma immer noch nicht gelöst ist, machen wir uns am Montag auf zum Konsulat. Dort wird mir erklärt, dass sie nichts für mich tun können wenn ich keinen Termin habe und ich mich selbst darum kümmern muss, die notwendigen Unterlagen zu besorgen. Die kommenden Tage werden zu richtigen Bürotagen. Jeden Tag verbringen wir mehrere Stunden im Sunflower Café direkt ums Eck, hier gibt’s nicht nur den besten Kaffee, sondern auch noch freies WLan. Genau der richtige Platz um mich darüber zu ärgern, dass ich von Sonnenhausen nach 3 Monaten immer noch kein Arbeitszeugnis habe (das ich brauche um mich für die Jobs an den Ski-Resorts zu bewerben). Vor allem weil ja bereits alles da ist, eine komplette englische Version, das einzige was noch gemacht werden muss ist das Ding auf ein Papier zu drucken wo der drecks Briefkopf von Sonnenhausen drauf ist und dann eine Unterschrift darunter setzten. Aber für die fast schon zu bemitleidenden Persönlichkeiten die sich darum kümmern sollten ist sogar das noch zu viel verlangt. Naja um das ganze etwas zu beschleunigen lassen wir das Thema mal außen vor. Wir bleiben noch bis Sonntag in Auckland. In der Zwischenzeit schaffe ich es zum Zahnarzt, irgendwie schaffe ich es dann auch meine Bewerbungen noch raus zu schicken ohne das Arbeitszeugnis von Sonnenhausen zu haben (vielen Dank hier an meine Mutti und Christl und Sepp aus da Wiesmui auf die ma sich wirklich verlassen kann wenn ma was braucht! ☺ und als ich am Freitag im Konsulat bin um meinen Antrag zu stellen, wird’s mir zwar schwer gemacht aber am Ende hab ich zumindest alle Unterlagen zusammen die ich brauche um einen neuen Führerschein zu beantragen. Nur blöd dass einem das Konsulat in „persönlichen“ Angelegenheiten nicht weiter hilft als notwendig, es war schon ein riesen Akt überhaupt ein Blatt Papier aus zu drucken, da kommt es für sie gar nicht in Frage mich im weiteren Verlauf meiner Führerscheinbeantragung zu unterstützen, als ich die 30 $ für die eidesstattliche Erklärung bezahlt habe und der Stempel des Konsulats mit einer Unterschrift auf ein Blatt Papier gesetzt wurde, war die Sache für die Dame erledigt. Aber hey! Ich hab zumindest alles was ich brauche. Muss das ganze nur noch mit der Post nach hause senden und abwarten. Ganz nebenbei lernen wir im Hostel (das wir alle 2 Tage wechseln) viele nette Leute kennen, gehen Abends mal für ein Bierchen in die Stadt und finden raus, dass es jeden Samstag einen Automarkt hier in Auckland gibt auf dem Backpacker ihre Vans an andere Backpacker verkaufen. Am Samstag Morgen machen wir uns also auf Shoppingtour um ein Auto zu kaufen. Die meisten der Autos hier werden von deutschen verkauft. Am Schluss stehen wir zwischen der Wahl von zwei ziemlich gleichen Toyota Estimas und entscheiden uns für den mit etwas weniger Ausstattung aber dem sympathischeren Pärchen als Verkäufer und freuen uns Abends darauf das Leben in der Großstadt morgen hinter uns lassen zu können um die ländlichen Seiten und die Natur Neuseelands zu erkunden.

24.5.17 09:58

Letzte Einträge: Die Farm des Franzosen, Die Farm des Franzosen, Good Bye Nepal, Auf nach Neuseeland!, Rundtour auf der Nordinsel

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


steve und bella (1.7.17 23:40)
und wie gehts weiter????


Nickel on tour (3.7.17 23:40)
so gehts weiter....

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