Pokhara die 2.

6.03. – 10.03. Mittlerweile bin ich schon ganz gut an die nepalesischen Straßenverhältnisse gewohnt und auch meine Schwester scheint langsam aber sicher mit den etwas anderen Umständen zurecht zu kommen. Nach 7 Stunden fahrt erreichen wir um kurz vor 2 unser Ziel. Zum Glück hatte ich schon genug Zeit hier um die besten Orte für ein angenehmes Leben in Pokhara zu erkunden also übernehme ich kurzerhand die Rolle des Touristenführers. Wir nehmen uns ein Taxi um die 3 km die zwischen uns und dem Cherry Garden liegen so schnell wie möglich hinter uns zu bringen und als ich meinen Fuß durch das Eisentor den in den liebevoll angelegten Garten überkommt mich ein Gefühl von Wohlbefinden. Fast wie zu hause ankommen. Von den anderen die ich vor eineinhalb Wochen hier verabschiedet habe ist keiner mehr da. Am Nachmittag als ich gerade in meinem Lieblingscafé einen doppelten Cappuccino zu meiner Zigarette genieße kommt dann doch noch ein bekanntest Gesicht durch die Türe und begrüßt mich mit einer herzlichen Umarmung. Es ist Irene, wir haben uns vor zwei Wochen nur kurz für einen Abend im Kino und danach noch auf ein Bierchen auf der Dachterrasse kennen gelernt. Sie ist für mindestens einen Monat hier in Pokhara und arbeitet als Helferin und Lieblingstante der Kinder in einem Waisenhaus. Sie erzählt mir viele tolle und vor allem lustige Geschichten über die Kinder und den Spaß den man mit ihnen haben kann, was sie zum Teil schon alles durchgemacht haben, was wir vielleicht von ihnen lernen können und läd mich kurzerhand ein mir das ganze doch mal selbst anzuschauen. (Was wir die kommenden Tage auch machen werden.) Später am Abend treffen wir uns dann noch auf ein Bierchen in einer Bar und am Lagerfeuer mache ich dann Bekanntschaft mit Deena, sie ist sozusagen die gute Seele des Waisenhauses und ist seit zwei Jahren ständig mit den Kids unterwegs. Wahnsinn wie sie ihr Leben für die kleinen lebt, aber als wir dann im Waisenhaus sind und die Kids und ihre Energie, das ansteckende Lachen und die gute Laune die sie einem einfach so mitgeben selbst erfahren, möchte ich am liebsten noch für ein paar Tage hier bleiben. Es dauert nicht lange und ein weiters bekanntes Gesicht ist checkt nach seinem Trek wieder im hostel ein, Nacho aka Prinzess aus Urugay einer der beiden Jungs mit denen ich die letzte Woche in Pokhara verbracht habe bevor ich meine Schwester in Kathmandu abgeholt habe. Eigentlich wollten wir nur 2-3 Tage in Pokhara bleiben bevor wir uns auf die Wanderung machen wollten, aber es kommt ja immer anders als geplant. Die nächsten Tage verlaufen mehr oder weniger mit einer Routine. Wir treffen uns mit den anderen aus unserem Hostel zum Frühstücken, nutzen die Nachmittage zum Skypen, der Planung des Trekks und andere Büroarbeit die am Laptop innerhalb der letzten 5 Monate angefallen ist. Abends geht’s entweder ins Kino, zum Besuchen der Kids im Waisenhaus und nach dem Essen schaffen wir es immer noch auf „ein Bierchen“ am Lagerfeuer zu hocken Musik zu machen mal lustige, mal tiefsinnige Gespräche zu führen und das Leben so lange zu genießen, bis die Sonne anfängt die Schwärze der Nacht in ein leichteres Graublau zu färben und uns somit den entscheidenden Schubser in Richtung Bett verpasst.Verrückt, schon das letzte mal als ich in Pokhara war bin ich irgendwie einfach nicht hier weg gekommen, es ist schön wenn man sich einen mehr oder weniger routinierten Tagesablauf legen kann. Man kennt seine Plätze und weis wo man was bekommt, trifft alte Bekannte wieder und kann neuen Freunden dabei helfen sich in der Stadt recht zu finden. Aber irgendwann muss es ja weiter geh’n. Und so geht’s auch für uns am Tag nach Irenes Abreise (die kurzfristig zurück nach Spanien geflogen ist wo ihre Großmutter im Krankenhaus liegt) auf die große Abenteuerreise. Den Großteil unseres Gepäcks lassen wir im Cherry Garden, unsere Permit für den Trek haben wir uns am selben Tag organisiert an dem wir uns auch die Wanderkarte geholt haben. Nachdem ich von einigen Leuten gehört habe, dass es einen Trek gibt der seit 2 Jahren für den Tourismus ausgebaut wurde und noch relativ unbegangen ist und den jeder nur empfehlen kann, haben wir uns für den Mardi Himal entschieden. Es gibt 2 Basecamps die man anlaufen kann, das westliche und das südliche. Nach einem kurzen Blick auf die Karte entscheiden wir uns für das Südliche. Hier führen 2 Wege hin die ein bisschen wie ein in die Länge gezogenes „O“ vom Startpunkt aus in die Berge führen und immer wieder mal durch andere Wanderwege miteinander verbunden sind. Da es die letzten Tage auch immer geregnet hat hoffen wir einfach mal dass das Wetter morgen wieder besser wird und wir einen schöne Wanderung genießen könne.

15.4.17 08:21

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